· 

Tick Tack

Titel: Tick Tack

Autor/In: Megan Miranda

Verlag: Penguin Verlag

Genre: Thriller

Seitenzahl: 430

Bewertung: 4/5

 

 

 

Inhalt:

Zehn Jahre ist es her, dass Nic ihre Heimatstadt von einem Tag auf den anderen verließ. Doch die Erinnerungen an die Nacht, in der ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwand, haben sie nie losgelassen. Hatte jemand aus ihrem Freundeskreis etwas damit zu tun? Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Nachricht: „Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen.“ Nic weiß, dass nur eine damit gemeint sein kann – Corinne. Sie fährt zurück in das von dunklen Wäldern umgebene Städtchen, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Doch schon am selben Abend verschwindet erneut ein Mädchen – das Mädchen, das ihnen allen damals ein Alibi geliefert hatte …

Zwei Wochen später wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Wer ist sie? Was ist in der Zwischenzeit passiert? Auf unheimlich geschickte Weise erzählt Megan Miranda diese Geschichte rückwärts. Von Tag 15 zu Tag 14 zu Tag 13 bis schließlich zurück bis zu Tag 1 offenbart sich uns nach und nach, was seit Nics Rückkehr passiert ist – und was zehn Jahre zuvor mit Corinne geschah.


Bei diesem Erzählstil gibt es nur zwei Emotionen: entweder, man findet es gut, oder man hasst es total.

Ich persönlich gehöre der ersten Gruppierung an.

 

Zum Erzählstil:

Das Buch beginnt mit einem kurzen Prolog, der dann zu Tag 1 der Geschichte führt. Hierbei kommt Nicolette, die Protagonistin erstmals seit langer Zeit wieder in ihre Heimatstadt, um ihren Vater zu besuchen. Bis dorthin ist alles normal, doch nach diesem Kapitel springt die Geschichte in die Zukunft. Wir befinden uns in den Geschehnissen des 15ten Tages und von dort zählt das Buch mit jedem Kapitel einen Tag zurück. Wir fangen also die Geschichte von hinten an und arbeiten und zum Start vor.

Leider habe ich beim ersten Zukunftskapitel nicht wirklich auf die Kapitelbezeichnung geachtet und war komplett verloren, was die Geschichte angeht. Natürlich wird man dort nämlich direkt in ein komplett anderes Geschehnis hineingeworfen und ich war anfangs eben etwas überfordert.

Aber nachdem ich dann das nächste Kapitel erreicht hatte, ging es wieder besser weiter, denn da hatte ich dann das Prinzip verstanden.

 

Das tolle an diesem Schriebtstil ist, dass man nicht weiß, was einen denn erwartet. Jedenfalls war es bei mir so. Da man ja am Ende anfängt, ist der Punkt, an dem bei den meisten Thrillern das große Drama kommt schon erreicht. Ich dachte zwar, dass sich dies dann negativ auf den Spannungsgrad auswirken würde, aber da lag ich falsch.

Durch diesen Stil, werden langsam immer mehr Puzzleteile der Geschichtge aufgedeckt und die Fragen aus dem vorherigen Kapitel werden im nächsten beantwortet. Mit jedem neuen Kapitel hat man diesen "Ach so ist das gekommen!"-Effekt und das Beste:

Man weiß nicht, wem man vertrauen kann.

 

Denn je weiter die ganze Geschichte aufgedeckt wird, desto mehr Geheimnisse der Charaktere werden aufgedeckt und man merkt, dass die meisten sich ein Konstrukt aus Lügen und schein aufgebaut haben. Man kann nicht mit 100% Warscheinlichkeit sagen, wer denn der Schuldige ist, denn die Nächste Seite könnte ja schon wieder ein ganz neues Licht auf die gesamte Geschichte werfen.

 

Wo wir schonmal bei den Charakteren sind:

Megan Miranda hat es geschafft Charaktere zu erschaffen, die jeder kennt. Bei den Eigenschaften dieser Charaktere kommt einen bestimmt mindestens eine Person in den Sinn, die genau die selben Eigenschaften besitzt und das mahct die ganze Sache einfach nur noch Realer.

 

In Romanen finde ich es besser, wenn alle Charaktere so ziemlich liebenswürdig sind, aber zu einem Thriller gehören nicht nur die Menschen, die man sofort sympathisch findet, sondern auch mindestens eine Person die man hassen kann. Und die waren hier auf jeden Fall vorhanden. Und dadurch, dass nur langsam mehr zu den Geschichte hinzugefügt wird, baut sich auch der Hass eher langsam auf, doch dann ist er da und brennt wie Feuer.

 

Ein wirklich gelungenes Buch, dem ich jedoch leider einen Stern abziehen musste, denn es ist wirklich nafangs schwer gewesen, in die Geschichte einzusteigen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0