· 

Stiefkind


Titel: Stiefkind

Autor/In: S. K. Tremayne

Verlag: Knaur

Genre: Psychothriller

Seitenzahl: 385

Bewertung: 2,5

 

 

 

Inhalt: 

Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach langen Single-Jahren hat sie den Anwalt David Kerthen kennengelernt und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau kam auf tragische Weise in einer der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste uns Leben.
Doch Jamie verändert sich, scheint von düsteren Visionen geplagt - und platzt schließlich mit einem Satz heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück."


Mein erstes Buch im Februar und schon ein Flop!

 

Bei diesem Buch war es leider ein reiner Cover-Kauf. Jedenfalls hat das Cover den Ausschlag für den Kauf gegeben.

Der Klappentext hatte mich zwar schon ziemlich gefangen, doch als ich mir dann das Cover genau angesehen hatte, war es um mich geschehen. Ich liebe es, wenn Thriller solche... aussagekräftige Cover haben.  Na gut, vielleicht ist ja aussagekräftig das falsche Wort.

Schon beim Ansehen des Covers habe ich eine leichte Gänsehaut bekommen, denn der Junge auf dem Einband sieht ganz schön gruselig aus. Dazu dann noch diese bewilderte Gegend und die Vögel über seinem Kopf...

Ein Cover wie dieses verspricht ja schonmal viel!

Außerdem kam mir das Cover ziemlich bekannt vor. Jedenfalls von Stil her.

Bis jetzt wusste ich jedoch nicht, dass das daher kommt, dass dieses Buch vom selben Autor geschrieben wurde wie "Eisige Schwestern". Deshalb sehen sich die beiden Bücher so ähnlich.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das Buch gekauft hätte, wenn ich wirklich gewusst hätte, dass "Eisige Schwestern" ebenfalls ein Buch vom selben Autoren ist. Natürlich sollte man jedem eine zweite Chance geben, vor Allem bei Büchern, aber "Eisige Schwestern" hat mich damals so enttäuscht, dass ich mir jedes weitere seiner Werke gerne erspart hätte.

Dem hatte ich jedoch einen halben Stern mehr gegeben, als diesem Buch hier.

 

Aber kommen wir doch zu der eigentlichen Rezension, die sich auch wirklich mit dem Inhalt beschäftigt.

 

Am Anfang hat es mich erstmal eine ziemliche Zeit gebraucht, bis ich wirklich in die Geschichte hinein gekommen bin. Ich finde es persönlich immer schöner, wenn die Vorgeschichte zwischendrin erzählt wird. Also, wenn die Vergangenheit in der Mitte der Geschichte noch einmal aufgegriffen wird und nikcht gelich damit angefangen wird zu erklären, wer denn was durchgemacht hat. Das finde ich bei Thrillern immer ziemlich nervig. Aber vielleicht geht das ja nur mir so.

Was ich auch total nervig finde (und das war hier ebenfalls der Fall) ist, wenn so extrem Wert auf die Umgebung gelegt wird. Und dabei rede ich nicht von einer näheren Beschriebung von dem, was der Protagonist gerade Sieht. Nein, mich interessiert es nicht, wie die ganzen Nebenkäffer von dem Ort heißen, an dem sich der Charakter gerade befindet. Es nimmt einfach so extrem viel Spannung aus der ganzen Geschichte, wenn man als Leser erst 10 Stadtnamen lesen muss, die man weder kennt, noch wirklich aussprechen kann. Das stört mich wirklich. Ein bisschen Ausschweifen ist ja ganz toll, aber ich brauche keine Nachhilfestunde in Landeskunde.

 

Außerdem sind mir hier ein paar zu viele Zufälle passiert, um NICHT total lächerlich rüber zu kommen.

*Achtung Spoiler ahead*

 

 

Dass Jamie die Zukunft vorhersagen kann, ist ja ganz nett und alles. Und dass das alles dann auch so in etwa passiert, ist ja nicht mal das Unrealistische (ich hatte schießlich auch mal meine Fantasie Phase) an der ganzen Sache.

Es ist vor Allem Rachelö's Reaktion auf Alles. Der Stiefsohn hat Albträume? -Er denkt nur an seine tote Mutter und braucht dringend psychologische Hilfe. Sie überfährt einen Hasen? -OMG genau so was in der Art hat Jamie vorhergesehen. Das war bestimmt seine tote Mutter und er braucht dringen psychologische Hilfe.

Versteht mich nicht falsch, ich bin die Letzte die etwas gegen Psychiater-Besuche hat, denn das ist manchmal das Beste für alle Beteiligten. Aber man kann es auch übertreiben.

 

Und das Ende!

Ich konnte eigentlich nur noch lachen. Stellt sich heraus, dass von knapp 7,5 Milliarden Menschen auf Erden, David sich ausgerechnet die eine Frau aussucht, die damals Leihmutter für Jamie gewesen ist. Das ist natürlich total wahrscheinlich und auch überhaupt nicht unrealistisch.

Es schien mir einfach, als wolle der Autor unbedingt einen "OhmeinGottPlotTwist" Moment herbeirufen, aber das hat die ganze Sache einfach ein bisschen lächerlich gemacht.

 

Aber weil, das Ende ziemlich annehmbar war und nicht alles extrem schlecht war, habe ich aus dem Ganzen doch noch ein paar Sterne herausquetschen können.

 

Dennoch: Absolut keine Kaufempfehlung.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0