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Dornröschen Tod

Titel: Dornröschen Tod

Autor/In: Christine Féret-Fleury

Verlag: Ravensburger

Seitenzahl: 397

Bewertung: 3,5/5

 

 

 

 

 

Inhalt: Stell dir vor, du bist dein ganzes Leben lang
von deinen Eltern versteckt worden.
Und der Grund dafür ist schrecklicher
als deine schlimmsten Albträume …

An ihrem sechzehnten Geburtstag soll Ariane Prudent
sterben - mit einer Rose in der Hand.
Fünfmal schon hat der »Dornröschenmörder« bewiesen,
dass er seine Drohungen wahr macht.
Doch Ariane beschließt, diesem Schauermärchen
ein für alle Mal ein Ende zu setzen ...


Man sieht es an der Bewertung: Meine Pechsträhne geht diesen Monat weiter.

Nun muss man dazu sagen, dass 3,5 Sterne nicht schlecht sind, aber eben leider auch nicht gerade gut.

 

Vorab muss ich euch erzählen, dass dieses Buch mal wieder eine Empfehlung war und ich habe mich jetzt dazu entschlossen, nicht mehr blindlings auf Empfehlungen zu hören, denn 90% der Bücher, die mir bis jetzt empfohlen wurden, haben sich als totaler Fehlgriff entpuppt.

 

Dieses Exemplar hier kann man jedoch nicht wirklich als Fehlgriff bezeichnen.

Fangen wir doch einmal ganz von vorne an.

Wie wunderschön ist denn bitte dieses Cover?!

Bevor ich wirklich zu lesen angefangen hatte, habe ich glaube ich erst einmal eine halbe Stunde nur mit anstarren des Covers verbracht. Diese Farben... so leicht gedeckt aber dennoch kräftig. Und dann noch ein wunderschönes Mädchen, in dessen Augen man glatt versinken könnte... einfach himmlisch!

 

Umso höher waren natürlich auch meine Ansprüche an die Geschichte doch leider wurden diese nicht erfüllt.

Aber fangen wir erstmal mit den positiven Aspekten an.

Die Idee dieser Geschichte finde ich unglaublich interessant. Ich bin ja so ein alter Märchen-Fan und da konnte ich es gar nicht erwarten, ein paar Aspekte von Dornröschen wiederzufinden.

Außerdem fand ich den Schreibstil der Autorin sehr angenehm zu lesen. Man musste sich nicht wirklich anstrengen (außer bei den Namen, aber da hatte ich Glück, denn ich spreche französisch und da fiel es mir leichter die Namen zu lesen) um das Buch durchzubekommen.

 

Das wars leider auch schon mit den positiven Dingen, die ich über das Buch sagen kann, denn jeden einzelnen Punkt, werde ich jetzt durch ein 'aber' ins negative ziehen müssen.

Wie gesagt, habe ich mich darauf gefreut, ein paar Dornröschenelemente zu finden, aber es waren keine vorhanden. Das ist natürlich keinstenfalls die Schuld der Geschichte oder so, denn nirgendwo steht, dass das Buch eine Nacherzählung des berühmten Märchens sein soll. Lediglich die Art und Weise, die die Spindel nutzt um die Mädchen zu töten, erinnert im Entferntesten an Dornröschen. Deshalb noch einmal für alle: erwartet nichts, dass dem Märchen näher kommt. Aber vielleicht bin ich auch die Einzige, die dahingehend verwirrt war.

Außerdem verwirrt hat mich der Fakt, dass dieses Buch wirklich ein reiner Thriller sein soll. Ich wieß nicht wieso, aber irgendwie war ich total auf einen Fantasy-Thriller eingestellt und war dann auch dementsprechend enttäuscht, dass es das nicht ist. Aber eben wie gesagt: Das ist ganz allein meine Schuld, und keinsten Falls die der Autorin.

 

Jetzt endlich zu den negativen Aspekten, an denen ich nicht beteiligt bin:

Dieses Buch ist als Thriller eingestuft, doch meiner Meinung nach hat es diesen Titel nicht verdient. Mir fehlt es erheblich an Spannungs Momenten und im allgemeinen ist die Geschichte eher was für zwischendurch, als ein wirklich nervenaufreibender Thriller.

Außerdem gibt es viel zu häufig Sprünge in Zeit und Geschehen, die ohne wirkliche Zusammenhänge einfach dazwischengeworfen wurden. An viel zu vielen Stellen war ich komplett verwirrt und wusste nicht mehr was denn jetzt überhaupt Sache ist. Das kann natürlich wieder an mir und meiner Inkompetenz liegen, doch da bin ich mir wirklich nicht so sicher. Es liegt denke ich wirklich daran, dass die Autorin es einfach verpasst hat, wirkliche Zusammenhänge herzustellen.

 

Dadurch, dass das Buch eben an manchen Stellen so verwirrend war, hatte ich dann auch irgendwann keine große Lust mehr, weiter zu lesen. Ich habe es natürlich doch getan (auch wenn ich mich ziemlich gequält habe).

 

Das Ende hingegen war dann wieder ziemlich schlüssig und hat zum Glück nicht für noch mehr verwirrung gesorgt.

 

Im Nachhinein lässt sich somit also sagen, dass es eine ganz nette Geschichte für zwischendurch ist. Man sollte jedoch auf gar keinen Fall zu große Erwartungen haben.

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Kommentare: 1
  • #1

    heliophilia (Mittwoch, 22 Juni 2022 19:54)

    Finde ich lustig, bei mir war es genau andersherum, ich fand die Geschichte super und mega spannend, aber das Ende irgendwie nicht so.. das hat mich eher verwirrt, vor allem dieser Kuss
    Besonders aber hat mich gestört, dass der Mörder bis zum Schluss eigentlich nicht mal auftaucht. Man rätselt die ganze Zeit und es gibt keinen einzigen Hinweis auf ihn

    Hätte außerdem gerne noch erfahren was mit den anderen nach dem Ende passiert