· 

5 Zutaten für die Liebe

Titel: 5 Zutaten für die Liebe

Autor/In: Susanne Fülscher

Verlag: Carlsen

Genre: Jugendroman

Seitenzahl: 311

Bewertung: 3,5/5

 

 

 

 

Inhalt:

Liv kann es kaum glauben: Überraschend steht der neue Freund ihrer Single-Mutter vor der Tür, der Italiener Roberto. Schlimm genug, dass Liv nichts von der Beziehung der beiden gewusst hat, Roberto hat auch noch seine 16-jährigen Zwillinge Angelo und Sonia im Schlepptau! Angelo ist ein echter Traumtyp, der Liv kolossal aus der Fassung bringt, seine bildschöne Schwester scheint eine echte Zicke zu sein. Aber immerhin verbindet Liv und Roberto die Leidenschaft fürs Kochen. 


Dies hier ist der erste Teil einer noch erscheinenden Reihe, die sich um Liv und ihr Leben mit der neuen Verhältnissituation ihrer Mutter dreht.

 

Zuerst sei mal gesagt, dass ich von diesem Buch immer mega Hunger bekommen habe!

Denn nicht nur sind alle Kapitel mit einem gewissen Gericht betitelt, es werden auch sehr viele verschiedene Speisen in beschrieben. Und es befindet sich am Ende ein Rezept zu einem der Gerichte. Das muss ich unbedint mal ausprobieren.

 

Leider Gottes kann ich nicht kochen... Backen ist da schon eher meine Stärke!

 

Aber zurück zum Buch.

Es ist wirklich eine schöne, entspannende Geschichte für zwischendurch und auch, wenn die Zusammenfassung es eventuell vermuten lässt, basiert die Geschichte nicht auf einem Haufen Drama.

Na gut... die ein oder andere Szene ist dabei über die man sich aufregen könnte, doch bei weitem nicht so viele wie bei anderen Liebesromanen *hust hust* mal wieder die After-Reihe dazwischenwerfen *hust hust*

 

Es gibt leider einen großen Kritikpunkt, den ich hier ansprechen möchte.

Wer meine Rezension zu "Für dich solls tausend Tode regnen" gelesen hat, weiß, dass ich es verabscheue, wenn Kindern den neuen Partnern ihrer Eltern so extrem negativ gegenüber sind.

Okay, es ist natürlich verständlich, dass viele nicht davon begeistert sind, dass Mutter oder Vater eine(n) neue(n) Freund/In haben, aber bitte...

Ich weiß, dass es auch oft im echten Leben so ist, dass der neue Partner eine Art "böse Stiefmutter Status" aufgesetzt bekommt, aber jetzt mal ehrlich...

 

Auch im Falle von Liv ist es so, dass ihr Vater sie verlassen hat, als sie noch klein war. Ist es dann nicht, nach so langer Zeit annehmbar, dass die Mutter weiterzieht und sich wieder verliebt?

Für Liv ist es eine Art Weltuntergang und sie verhält sich total unfair gegenüber der neuen Familie.

Und so etwas hasse ich.

Nach so vielen Jahren sollte es doch bitte erlaubt sein, sich einen neuen Partner zu suchen, ohne das die Tochter sich verhält wie ein Kleinkind.

 

Und das schlimmste daran: Liv sagt in diesem Buch, dass sie es besser fand, als ihre Mutter lauter fremde Typen für eine Nacht gehabt hat, als sich wirklich zu verlieben.

Was soll denn das bitte?! In welchem Universum ist es okay, dass die Tochter der Ansicht ist, dass ihre Mutter lieber weiterhin bedeutungslose One-Night-Stands haben soll, anstatt sich zu verlieben?!

Nein, so eine Einstellung kann ich nicht nachvollzeihen und ich habe auch keinerlei Verständnis dafür.

 

Mal abgesehn von diesem Punkt, der stark in die Bewertung der Geschichte eingeflossen ist, hatte ich im Allgemeinen ein Problem mit der Protagonistin. Sie ist einfach so hyper-sensibel was manches angeht und ich kann sagen, dass mir jeder Charakter in diesem Buch besser gefallen hat, als Liv.

Sie stempelt zum Beispiel ihre neue Stiefschwester als "Zicke" ab, obwohl sie nicht einmal wirklich miteinander geredet haben. Liv blockt einfach jeglichen wirklichen Versuch von Sonia ab, wenn sie mit ihr sprechen will und so etwas ist einfach nur unfair.

Und vom der leicht inzestiösen Liebesgeschichte, die sich dann entwickelt, will ich gar nicht erst anfangen.

 

Was mir aber an dem Buch gefallen hat, ist, dass Freundschaft ziemlich im Fokus liegt. Mit ihren beiden besten Freundinnen hat Liv eine ziemlich starkes Band geknüpft und ich liebe es, über solch innige Freundschaften zu lesen.

 

Auch wenn ich mich jetzt so sehr beschwert habe: Dieses Buch ist an sich nicht schlecht. Wenn man mal von dem

absolut unmöglichen Verhalten von Liv absieht, ist es wirklich ein goldiger Jugendroman, der die Nerven schont.

 

Pefekt für zwischendurch, aber Vorsicht: Dieses Buch macht mehr als nur hungrig!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0